Benzinsorte E10

Update 12. April 2011:

Heute in der BILD: Aufregung über Super, das „plötzlich“ genauso viel kostet wie SuperPlus…. Seit der Einführung von E10 (also Januar 2011) kostet an den Tankstellen, an denen E10 angeboten wird, das Super genauso viel wie SuperPlus. SuperPlus ist dort um 2 Cent gesunken und Super entsprechend angehoben worden. Komisch, daß man jetzt erst darauf aufmerksam wird.
Aber: Seit der E10-Einführung wurde auch an den Tankstellen, an denen kein E10 angeboten wird, der Super-Preis den anderen Stationen angepasst, aber die Differenz zu SuperPlus ist geblieben. Das ist schon eher ärgerlich – denn dort kostet SuperPlus nun nochmal 8 Cent mehr als vorher.

Update 31. März 2011:

Heute in den Nürnberg Nachrichten zu lesen:

Biosprit mit fatalen Folgen

Vortrag über kranke Ernte-Arbeiter in Nicaragua

?Volle Tanks ? Kranke Arbei­ter?: So lautet der Titel eines Vor­trags, der sich mit den Folgen der wachsenden Produktion von Etha­nol für die Zuckerrohrarbeiter in Nicaragua auseinandersetzt.

In Deutschland konzentriert sich die Diskussion um den neuen Agrosprit E10 derzeit auf die Verträglichkeit der Ottomotoren. Wo aber kommt das Bioethanol her? Nicaragua, in dem Nürn­bergs Partnerstadt San Carlos liegt, ist ein Zuckeranbauland. Aus Zucker wird nicht nur der weltberühmte Rum Flor-de-Cana, sondern auch Bioethanol, also E10, hergestellt.

Die Anbauflächen für die Pro­duktion von Ethanol nehmen zu, dadurch reduziert sich zwangs­weise der Nahrungsmittelanbau. Die Konsequenzen: Die Bauern verlieren Land und verarmen.

Außerdem führt der lange Ein­satz von bestimmten Pestiziden zu chronischer Niereninsuffi­zienz. Laut der Opferorganisation ?Anairc? sind bereits 3500 Todes­fälle und 8000 Erkrankte zu ver­zeichnen.

Carmen Rios und Camilo Navas von ?Anairc? referieren am Frei­tag, 8. April, um 19.30 Uhr im Foyer des Internationalen Hauses Nürnberg im Heilig-Geist- Haus, Hans-Sachs-Platz 2. Der Vortrag wird übersetzt. Der Eintritt ist frei. Copyright (c)2011 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 31.03.2011

Update 28. März 2011:

Heute in den Nürnberger Nachrichten auf Seite 27 zu lesen: Selbst die Bundesbehörden verschmähen E10.

Update 18. März 2011:

Eines der Argumente, die Verbraucher vom Kauf des E10-Kraftstoffs abhalten, ist der angebliche Mehrverbrauch des Fahrzeugs, verbunden mit geringerer Motorleistung, so dass sich selbst bei den derzeitigen Preisunterschieden das Tanken von E10 wirtschaftlich nicht lohne. Ein gestern bei Stern-TV gezeigter Test der DEKRA hat diesem Argument zumindest für die dabei getesteten Fahrzeuge die Grundlage entzogen. Hier der TV-Beitrag (externer Link)

Update 17. März 2011:

Die Umrüstung unserer Station auf E10 wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Update 15. März 2011:

Hier einige Servicetelefonnummern (Quelle: DAT). Bitte beachten Sie, daß nicht alle Servicenummern kostenlos sind. Einige Hersteller erheben Gebühren, die bei Anrufen über Mobilfunk bis zu 0,42 EUR/Min betragen können.

Audi: 0800-2834 737 8423
BMW: 01802-324252
Citroen: 02203-44 775
Dacia: 01805-894646-20
Fiat: 00800-3428 0000
Ford: 0221-903-3333
Mazda: 02173-943 121
Mercedes: 00800-1777 7777
Nissan: 02232-57 20 80
Opel: 06142-7 75000
Peugeot: 01801-111 999
Renault: 01805-894646-10
Skoda: 01805-7563 24 636
Toyota: 02234-102 2690
VW: 0800-86 55 792 436

Wir empfehlen die DAT-Broschüre, falls Sie nicht wissen, ob Ihr Fahrzeug E10 veträgt.

Erklärtes Ziel der EU ist es, mit einem höheren Anteil von Biokomponenten in Kraftstoffen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beizutragen. Demnach wird ab Januar 2011 E10 in Deutschland eingeführt. Ab wann wir E10 anbieten werden, hängt von unserer Mineralölgesellschaft ab.

Mehr Bio im Benzin -Worauf Sie achten müssen!

Was ist E10?

E10 bezeichnet Benzin, das gegenüber dem bisherigen Benzin einen höheren Anteil an
Ethanol enthält. „E“ steht für Ethanol, die Zahl“ 10″ gibt an, dass das Benzin bis zu 10%
Ethanol enthalten kann. Bisher betrug der Ethanolanteil im Benzin bis zu 5%. Bei dem im
Benzin enthaltenen Ethanol handelt es sich um den Biokraftstoff Bioethanol. Dieser
Biokraftstoff wird aus Pflanzen gewonnen, die umweltverträglich angebaut werden.

Warum gibt es E10?

Es gibt wichtige Gründe, den Biokraftstoffanteil im Benzin zu erhöhen:
1. Biokraftstoffe spielen eine bedeutende Rolle beim Klimaschutz. Im Vergleich zu
herkömmlichen Kraftstoffen verursachen die heute verwendeten Biokraftstoffe weniger
Treibhausgase.
2. Indem wir Biokraftstoffe verwenden, nutzen wir Rohstoffe, die nachwachsen. So
tragen wir dazu bei, die weltweiten Erdölvorkommen zu schonen.

Wer kann E10 verwenden?

E10 vertragen nur Fahrzeuge, die dafür ausgelegt sind. Für diese Fahrzeuge ist E10 ohne jede Einschränkungen verträglich. Etwa 90 Prozent aller benzin betriebenen PKW können E10 tanken. Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Ob Ihr Fahrzeug E10 verträgt,
erfahren Sie von Ihrem Fahrzeughersteller.
Des Weiteren können Sie sich bei Ihrem
Fahrzeughändler und bei Ihrer Kfz-Werkstatt nach der E10-Verträglichkeit Ihres
Fahrzeugs erkundigen. Weitere Informationen gibt es beim Bundesumweltministerium. Hier gibt es auch Servicenummern der Fahrzeughersteller, die Sie bei Fragen anrufen können.

Was müssen Sie beachten?

Sie sollten sich unbedingt vor dem ersten Betanken mit E10 vergewissern, dass Ihr
Fahrzeug E10 verträgt. Alle nicht nachgewiesen E10-verträglichen Fahrzeuge sollten
ausschließlich die herkömmlichen Benzinsorten tanken, die die Tankstellen auch
weiterhin anbieten. Denn Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, können bereits durch
einmaliges Betanken mit E10 dauerhaft geschädigt werden.

Wo und ab wann können Sie E10 tanken?

In Deutschland können Tankstellen ab Ende 2010 bzw. ab Anfang 2011 zusätzlich zum
bisherigen Benzin E10 anbieten. E10 wird EU-weit eingeführt.

Wie erkennen Sie E10?

An der Zapfsäule für E10 steht der Name der Benzinsorte mit dem Namenszusatz „E10“-
also beispielsweise „Super E10“. Beim herkömmlichen Benzin steht an den Zapfsäulen
nur der Name der Benzinsorte ohne den Zusatz „E10“ -also beispielsweise „Super‘.

Wo erhalten Sie weitere Informationen?

Informationen zu E10 erhalten Sie unter anderem im Internet auf den Seiten der
Fahrzeughersteller, des ADAC, einiger Verbände und des Bundesumweltministeriums. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Fahrzeughersteller oder -händler.

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