Winterdiesel

Information zum Winterdiesel (DIN EN 590)

Sehr geehrte Damen und Herren,

um ein gutes Betriebsverhalten auch bei niedrigen Temperaturen zu gewahrleisten, wird das Kälteverhalten unserer Dieselkraftstoffe produktionsseitig den jeweiligen saisonalen Anforderungen angepasst.

Der Wnterdiesel muss nach DIN EN 590 bis zu einem CFPP von max. -20°C fließfahig sein.
Die deutsche Mineralindustrie hat sich in den vom Mineralölwirtschaftsverband (MVW) herausgegebenen
Empfehlungen für Diesel auf eine CFPP von max. -22°C geeinigt. CFPP ist ein Laborverfahren, mit dem die Fließfahigkeit bestimmt wird.

Um diese Kältefestigkeit zu erreichen, werden dem Diesel im Winter Additive zugegeben, die
-einerseits verhindern, dass die Paraffinkristalle zu groß werden und
-andererseits verhindern, dass die gebildeten Kristalle verklumpen.

Die Bildung von Kristallen kann durch diese Additive nicht verhindert werden, die auf jeden Fall bei tiefen Temperaturen entstehen. Sobald also die Temperaturen unterhalb von -20°C sind, kann es zum Eintrübung des Diesels durch Paraffin kommen. Dies kann dann zu Filterverstopfungen an der Tankstelle und beim Kundenfahrzeug führen.

Bei Kundenfahrzeugen können zwei weitere Probleme hinzukommen.
1) Wenn der Dieselfilter nicht häufig genug gewechselt wurde, kann durch die bereits vorhandene
Belastung des Filters eine schnellere Verstopfung durch die Paraffinkristalle auftreten.
2) Wenn das Fahrzeug ungünstig abgestellt wurde, kann es durch Wind zu einer weiteren Absenkung der Außentemperatur kommen.

(Auszug aus einem Schreiben der ESSO Deutschland GmbH vom 07.02.2012)

 

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